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35 Jahre „Harold & Maude“
Ununterbrochen seit dem 6. Juni 1975 in der
Wir feiern mit Ihnen am 4. Juli 2010 um 17.00 Uhr im Filmstudio mit Sekt, Haferstrohtee und Ingwerplätzchen.
Diese Komödie könnte schwärzer nicht sein, und doch ist sie eine Liebesgeschichte: Harold ist depressiv und kauzig. Die Aufmerksamkeit seiner begüterten Familie versucht er durch spektakuläre Selbstmordinszenierungen zu erringen. Er lernt die 79-Jährige Maude kennen, deren Exzentrik ihn fasziniert. Er verliebt sich in sie und will sie heiraten.
„Harold & Maude“, das war der Kultfilm der 70er Jahre, der an Tabus rüttelte und Klischees auf den Kopf stellte. „Harold & Maude“, das war Revolution, eine Demonstration für den Frieden, gegen Staatsgewalt, ein Plädoyer für die Liebe und gegen Oberflächlichkeit, ein Film mit wenig Aufwand und viel Resonanz. Regisseur Hal Ashby hat die Mischung aus schwarzem Humor und Romanze sehr gut getroffen und aus der Romanvorlage von Colin Higgins einen Filmklassiker gedreht. Der Soundtrack, von Cat Stevens komponiert, ist ein maßgeblicher Beitrag zu der unverwechselbaren Atmosphäre dieses Meisterwerks.
Das exotische Traumpaar aus dem Jahr 1975 ist nun schon seit 35 Jahren in der Galerie Cinema, dem ältesten Programmkino in Nordrhein Westfalen, zu sehen – immer im Original mit Untertiteln. Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus für Harold und Maude. Dem späteren Dauerbrenner wollten die großen Verleihfirmen in der Bundesrepublik keine Chance geben, ganz im Gegensatz zur Arbeitsgemeinschaft Kino, dem damals noch jungen Verband der Programmkinos in Deutschland. Deren Betreiber liebten den Film, glaubten an ihn und brachten ihn in Eigeninitiative in die Kinos. Der Erfolg gab ihnen Recht. Auch das Publikum in Essen gewöhnte sich schnell an das merkwürdige Pärchen. Nach dem Start am 6. Juni 1975 in der Galerie Cinema liebten sich Harold und Maude 18 Wochen lang vor ausverkauftem Haus und da die Beliebtheit nicht nachließ, fanden Harold und Maude bald ihren festen Platz am Sonntagnachmittag.
35 Jahre und rund 2250 Vorstellungen später ist Hal Ashbys Film nach wie vor eine feste Einrichtung in Essen und zieht jeden Sonntag um 17.00 Uhr alte wie neue Fans in seinen Bann.
Wer hat „Harold und Maude“ bereits vor 35 Jahren gesehen?
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