Vom 02.02. – 08.02.2012 im Astra-Theater & Luna, Essen
Eine Kooperation der Essener Filmkunsttheater mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen e.V., der französischen Botschaft und der AG Kino-Gilde deutscher Filmkunsttheater
Cinéfête ist ein französisches Filmfestival für Kinder und Jugendliche, das jedes Jahr auf Tournée durch Deutschland geht. In über 90 großen und kleinen deutschen Städten können Schüler aller Jahrgangsstufen je eine Woche lang französische Filme im Original mit Untertiteln sehen. Der Kinobesuch ist Teil des Französischunterrichts, der mit Hilfe pädagogischer Dossiers vor- und nachbereitet wird. Cinéfête 12 ist bis Ende Juli 2012 auf Tour. Vom 02. Februar bis zum 8. Februar 2012 können auch in Essen Schüler und Schülerinnen mit französischen Filmen Kultur, Gegenwart und Geschichte unseres Nachbarlandes kennen lernen. Unter den sieben gezeigten Filmen sind auch solche, die bisher nicht in Deutschland zu sehen waren und dank Cinéfête erstmals ein größeres junges deutsches Publikum finden werden. Zu allen Filmen gibt es pädagogische Dossiers für Lehrer, um den Kinobesuch im Französischunterricht vorzubereiten.
Cinéfête 12 bietet ein vielfältiges Programm, das in verschiedene Welten und Themen entführt. Neben Abenteuergeschichten gibt es Komödien und Familiengeschichten:
"Azur et Asmar" ist ein buntes Zeichentrick- Märchen aus dem Orient, das die Abenteuer zweier Brüder im Geiste erzählt und eine Allegorie auf die Verständigung unterschiedlicher Kulturen ist. Während "Yuki & Nina" eher im Stil des Cinéma verité die Geschichte zweier Freundinnen erzählt, die von zu Hause fortlaufen als Yukis Eltern beschließen sich zu trennen. Die Kinder emanzipieren sich von der Erwachsenenwelt und Traum und Wirklichkeit gehen ineinander über.
Ganz anders die phantasievolle und poetische Utopie von Jean-Pierre Jeunet : "Micmacs à tire-larigot", in der eine Gruppe von skurrilen Außenseitern einen komischen Rachefeldzug gegen skrupellose Waffenhändler aufnimmt und Jeunet wieder in ein magisches Paris entführt. Der Film "Le hérisson" basiert auf dem Bestsellerroman "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery. Die scheinbar mürrische Concierge Madame Michel und die lebensmüde elfährige Paloma leben in einem Pariser Wohnhaus. Ihr Leben ändert sich als der geheimnisvolle Japaner Ozu auftaucht und die strengen bürgerlichen Regeln sprengt.
Eine tragikomische Familiengeschichte ist der Film "Le Premier Jour du Reste de ta vie", in dem an fünf Tagen jeweils aus der Perspektive eines Familienmitgliedes ein entscheidender Moment im Leben passiert.
"Oscar et la dame rose" führt in die Welt des zehnjährigen Oskars, der schwer krank im Krankenhaus liegt und durch die Freundschaft zu einer Pizzalieferantin neuen Lebensmut schöpft.
Schließlich der Kostümfilm "Moliére", der einen fiktiven Lebensabschnitt des berühmten Dichters beschreibt, eine Komödie voll von amüsanten Intrigen und Liebesabenteuern.
Unterichtsbegleitendes Material zu allen Filmen gibt es als Download unter
www.institut-francais.fr/cinefete
Eintritt
Einzelpersonen: 7 € / erm. 6 €
Schülergruppen: 4 €
Kartenreservierungen nur im Deutsch-Französischen Kulturzentrum unter Tel.: 0201 / 77 63 89
Spielorte: Astra-Theater/Luna, Teichstr. 2, 45127 Essen, Tel. 0201 / 27 55 55
Azur et Asmar
Montag 06.02., 10.45 Uhr
Mittwoch 08.02., 11.00 Uhr
Frankreich 2006; 95 Mi.; Zeichentrickfilm; Regie: Michel Ocelot
Ab 1. Klasse
Es waren einmal zwei Kinder: Azur, Sohn des Schlossherren und Asmar, Sohn der Amme.
Beide wachsen unter der Fürsorge der Amme wie Brüder zusammen auf. Eines Tages reißt das Leben sie auseinander und sie wachsen getrennt in verschiedenen Ländern auf. Als sie erwachsen sind, machen sich beide auf den Weg die Fee Djinn zu befreien, wie sie es aus den Erzählungen der Amme kennen und eine phantastische Abenteuerreise durch den geheimnisvollen Orient beginnt.
Ein buntes Märchen aus dem fernen Orient und eine Allegorie auf die Verständigung unterschiedlicher Kulturen, liebevoll und mit viel Phantasie gezeichnet.
Yuki et Nina
Dienstag 07.02., 10.45 Uhr
Frankreich/Japan 2009; 92 Min.; Regie: Hippolyte Girardot, Nobuhiro Suwa; Mit Noë Sampy, Arielle Moutel, Tsuyu Shimizu, Hippolyte Girardot
Ab 5. Klasse
Yuki und Nina sind neun Jahre alt und beste Freundinnen. Als Yukis Mutter ihrer Tochter mitteilt, dass die Eltern sich trennen werden und Yuki mit ihrer Mutter nach Japan soll, versuchen Yuki und Nina die Trennung zu verhindern, so schreiben sie einen Brief der Liebesfee an die Mutter. Nichts scheint zu helfen, da beschließen sie gemeinsam fortzulaufen und sich im Wald zu verstecken. Yuki landet in einer fremden Welt. Aus der Perspektive der Kinder erzählt der Film von der Trennung der Eltern. Die Kinder emanzipieren sich allmählich von der Erwachsenenwelt und flüchten in eine Welt, in der Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen.
Micmac à tire-larigot
Samstag 04.02., 18.00 Uhr
Dienstag 07.02., 13.00 Uhr
Mittwoch 08.02., 10.45 Uhr
Freitag 10.02., 18.00 Uhr
Frankreich 2008; 104 Min.; Regie: Jean-Pierre Jeunet; Mit Dany Boon, Dominique Pinon, Yolande Moreau, André Dussollier
Ab 6. - 13. Klasse
Bazil hat es nicht leicht: Sein Vater wurde von einer Mine getötet und er selbst hat eine Kugel im Kopf. Jetzt steht er ohne Job und Wohnung da – bis er auf den kauzigen Canille trifft, der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter auf einer Pariser Schrotthalde lebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause. Als er auf die Urheber seines Unglücks, zwei skrupellose Waffenhändler, trifft, begibt sich Bazil mit der Hilfe seiner neuen Freunde auf einen komischen Rachefeldzug.
Diese Komödie des Regisseurs Jeunet, der schon mit „Amélie Poulain“ in ein magisches Paris entführte, ist eine Hymne auf Freundschaft und Toleranz und eine poetische Utopie über den Kampf des Einzelnen gegen die Macht gewissenloser Konzerne.
Le hérisson
Donnerstag 02.02., 10.45 Uhr
Freitag 03.02., 13.00 + 18.00 Uhr
Dienstag 07.02., 08.45 Uhr
Frankreich 2008; 99 Min.; Regie: Mona Achache; Mit Josiane Balasko, Garance Le Guillermic, Togo Igawa
Ab 7. - 13. Klasse
Die Geschichte eines unerwarteten Zusammentreffens: Madame Michel ist Concierge in einem eleganten Pariser Wohnhaus, nach außen scheint sie mürrisch und unscheinbar, doch verbirgt sie ihre Liebe zur Literatur hinter der Tür ihrer Wohnung.
Auch die hochintelligente elfjährige Paloma lebt mit ihrer Familie in dem Haus. Abgestoßen beobachtet sie die Welt der Erwachsenen und beschließt sich an ihrem Geburtstag das Leben zu nehmen. Beider Leben verändert sich als der liebenswürdige Japaner Kakuro Ozu in das Haus einzieht.
Es ist eine Verfilmung frei nach dem Bestsellerroman „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery. Hinter den starren gesellschaftlichen Regeln erkennen sich die drei Hauptpersonen und es entsteht eine tiefe Freundschaft.
Oscar et la dame rose
Freitag 03.02., 10.45 Uhr
Sontag 05.02., 18.00 Uhr
Montag 06.02., 08.45 + 13.00 + 18.00 Uhr
Frankreich 2008; 105 Min.; Regie: Eric-Emmanuel Schmitt; Mit Michèle Laroque, Amir, Amira Casar
Ab 9. Klasse
Der zehnjährige Oscar liegt schwer krank im Krankenhaus. Dort trifft er auf die ’Dame in Rosa’, eine Pizzalieferantin, die ihn mit ihrer energischen Art zum Lachen bringt. Um ihn zu zerstreuen, schlägt sie ihm ein Spiel vor: Jeden Tag soll er so viel erleben wie andere in zehn Jahren und in Briefen an Gott sein Leben erzählen.
Oscar erzählt in den Briefen über seinen Schmerz, seine Unruhe aber auch sein erstes Liebesabenteuer. Zwischen ihm und Rose entsteht eine einzigartige Freundschaft, die ihr beider Schicksal bestimmt.
Dieser tragikomische Film ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans des Regisseurs. Mit humorvoller Gelassenheit plädiert er für Güte, Verständnis und Menschlichkeit.
Le premier jour du reste de ta vie
Donnerstag 02.02., 18.00 Uhr
Freitag 03.02., 08.45 Uhr
Mittwoch 08.02., 08.45 Uhr
Frankreich 2007; 114 Min.; Regie: Rémi Bezançon; Mit Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah François, Marc-André Grondin, Pio Marmaï
Ab 9. Klasse
Marie-Jeanne und Robert haben drei Kinder: Albert, Raphaël und Fleur. Eine ganz normale Familie, aber auch fünf unterschiedliche Menschen, an jeweils anderen Wendepunkten ihres Lebens. Für das Familienporträt werden fünf Tage ausgesucht, die jeweils aus der Perspektive eines Familienmitgliedes erzählt werden: Mit Albert, Fleur und Raphaël verliebt man sich und wird erwachsen, mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Entscheidende Tage, nach denen nichts mehr so ist wie es einmal war. Eine unterhaltsame Familiengeschichte mit tragikomisch Momenten, die in Frankreich ein Publikumsliebling war
Molière
Donnerstag 02.02., 13.00 Uhr
Dienstag 07.02., 18.00 Uhr
Mittwoch 08.02., 13.00 Uhr
Frankreich 2006; 120 Min.; Regie: Laurent Tirard; Mit Romain Duris, Fabrice Luchini, Laura Morante
Ab 11. Klasse
1644 ist der später weltberühmte Komödienautor Molière jung, unbekannt und völlig verschuldet, da verschwindet er. Was passierte währenddessen? Der Film erzählt was passiert sein könnte: Ein reicher Kaufmann namens Jourdain kauft Molière von den Schulden frei, dafür soll ihm Molière die Kunst der Komödie beibringen, mit der der Kaufmann einer jungen Dame imponieren möchte. Zuerst will Molière, der sich als Priester verkleiden muss, nur fliehen bis er seine Zuneigung zu Jourdains Ehefrau entdeckt und ein verwirrendes Liebesabenteuer beginnt. Diese freie Phantasie über eine unbekannte Zeit in Molières Leben ist ebenso eine an Intrigen und Verwirrspielen reiche Romanze wie eine Komödie mit vielen Anspielungen auf Stücke des Dichters wie „Le bourgeois gentilhomme“.
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