Der atmende Gott

D 2011; 105 Min.; Originaltitel: aka Asana Travelogue; Regie: Jan Schmidt-Garre; Mitwirkende: K. Pattabhi Jois, B.K.S. Iyengar, Indra Devi; FSK: 6 Jahre

Donnerstag 16.02. bis Montag 20.02.2012 um 19.00 Uhr in der Galerie Cinema

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Eine Reise zu den Ursprüngen des modernen Yoga

Der atmende Gott

Erst war es seine Frau, dann begann sich auch der Regisseur Jan Schmidt-Garre für Yoga zu interessieren. Womit er nicht der einzige ist: Die Anzahl der Yoga-Studios in der westlichen Welt steigt nahezu täglich, die Heilsversprechen, die mit den Asana genannten Übungen verbunden sind, werden immer größer, die Formen der Yoga-Ausübung immer obskurer. Und so macht Schmidt-Garre das, was Regisseure eben machen, wenn sie an etwas Interesse finden: Er dreht einen Film über das Thema.

Wobei man in „Der atmende Gott“, dem nach jahrelanger Arbeit entstandenem Ergebnis vom Schmidt-Garres ursprünglicher Eingebung in jedem Moment das wirkliche, tiefe Interesse des Autors an seinem Thema spürt. Was ist Yoga, wo stammt es her? Ist Yoga Philosophie, Religion, Gymnastik – Oder alles auf einmal? Hinter dem Begriff des Asana-Yoga verbirgt sich nach alter hinduistischer Tradition und als Teil des Raja-Yoga eine große Anzahl von Körperpositionen, die erst im 20. Jahrhundert von Heiler Tirumalai Krishnamacharya zu einer Meditationslehre zusammengefasst wurden. Voller Neugier reist Schmidt-Garre durch Indien, auf den Spuren des echten, des wahren Yogas. Auf seinem Weg begegnet Schmidt-Garre diversen Yogis. Das mäandernde Suchen, mit dem sich der Regisseur durch Indien bewegt ist in seiner respektvollen Zurückhaltung vor der fremden Kultur dabei große Stärke des Films. Zurückhaltend und unaufgeregt wird hier statt einer religiös-kulturellen Begegnung vielmehr ein geduldiger Blick auf die Körperkunst an sich geboten.

Quelle: Programmkino.de

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