Die Fremde

 

Deutschland 2010
Buch und Regie: Feo Aladag
Darsteller: Sibel Kekilli, Settar Tanriögen, Derya Alabora, Florian Lukas, Nizam Schiller, Tamer Ygit, Serhad Can

 

Filmseite im Internet: www.diefremde.de

 



Kinotrailer von Filmtrailer.com

 

„Herausragend, eindringlich, brillant!“ ZDF aspekte „Das beste Kinodebüt seit vielen Jahren!“ Cinema

 

„Wie schwer es ist, mit denen zu brechen, die man liebt, wie schmerzhaft, nicht zurückzukönnen - dafür findet dieser Film große Bilder. Und er lebt von der Kraft seiner Hauptdarstellerin, die kaum Worte braucht, weil sie soviel mit einem Blick sagen kann.“ ARD ttt

 

„Dieser Film geht mitten durchs Herz!“ Frankfurter

 

Allgemeine Sonntagszeitung „Der stärkste Film der Berlinale!“ Die Welt

 

„Beängstigend gut - und Sibel Kekilli ist großartig!“ Süddeutsche Zeitung


Man glaubt diese Geschichte aus den Nachrichten zu kennen: Sie handelt von der jungen, in Deutschland aufgewachsenen Türkin, die ihre Rechte als ein moderner, freier Mensch einfordert und deshalb von den streng traditionell lebenden Verwandten ausgestoßen und bestraft wird, da sie die Ehre der Familie beschmutzt hat. „Die Fremde“ beginnt dann auch mit dem scheinbar unausweichlichen, tragischen Ende – mit der Pistole, die einer ihrer Brüder auf die jungen Frau richtet - dann folgt die Blende zurück zum Beginn des Dramas, dessen weiterer Verlauf vorhersehbar wirkt. Doch schon bald merkt man, wie genau und komplex hier erzählt wird. Die Mitglieder der Familie werden nicht in gut (modern) und schlecht (traditionell) eingeteilt, sondern Feo Aladag versucht statt dessen, jedem einzelnen gerecht zu werden. Der Film zeigt, wie auch der Vater, die Mutter, die beiden Brüder und die jüngere Schwester an der Situation leiden und verzweifeln, wie sie Auswege suchen, zeitweise wieder ihrer Liebe zu Umay nachgeben - wie sie letztlich alle das Beste wollen, aber nicht aus ihrer Haut können. Damit bietet der Film eine Innensicht dieser abgeschotteten Welt, und die Kamera betont ihre Enge durch eine sehr klaustrophobische Optik. Natürlich steht im Mittelpunkt von „Die Fremde“ die virtuose Ausstrahlung von Hauptdarstellerin Sibel Kekilli, die Jahre nach „Gegen die Wand“ endlich wieder eine Rolle spielen darf, die ihrer würdig ist. Aber auch alle anderen im Ensemble spielen in jeder Sequenz absolut glaubwürdig und mit großer Intensität. Man merkt dem Film die Leidenschaft an, mit der er gemacht wurde. Und die Wut – nicht auf diese Menschen, sondern auf die Verhältnisse, die sie dazu bringen, das zu töten, was sie lieben.

 

Quelle: Filmbewertungsstelle Wiesbaden

 

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