„Herausragend, eindringlich, brillant!“
ZDF aspekte
„Das beste Kinodebüt seit vielen
Jahren!“ Cinema
„Wie schwer es ist, mit denen
zu brechen, die man liebt, wie
schmerzhaft, nicht zurückzukönnen
- dafür findet dieser Film große
Bilder. Und er lebt von der Kraft
seiner Hauptdarstellerin, die kaum
Worte braucht, weil sie soviel mit
einem Blick sagen kann.“ ARD ttt
„Dieser Film geht mitten durchs
Herz!“ Frankfurter
Allgemeine
Sonntagszeitung
„Der stärkste Film der Berlinale!“
Die Welt
„Beängstigend gut - und Sibel Kekilli
ist großartig!“ Süddeutsche
Zeitung
Man glaubt diese Geschichte aus den
Nachrichten zu kennen: Sie handelt von
der jungen, in Deutschland aufgewachsenen
Türkin, die ihre Rechte als ein
moderner, freier Mensch einfordert und
deshalb von den streng traditionell lebenden
Verwandten ausgestoßen und
bestraft wird, da sie die Ehre der Familie
beschmutzt hat. „Die Fremde“ beginnt
dann auch mit dem scheinbar unausweichlichen,
tragischen Ende – mit
der Pistole, die einer ihrer Brüder auf die
jungen Frau richtet - dann folgt die Blende
zurück zum Beginn des Dramas, dessen
weiterer Verlauf vorhersehbar wirkt.
Doch schon bald merkt man, wie genau
und komplex hier erzählt wird. Die Mitglieder
der Familie werden nicht in gut
(modern) und schlecht (traditionell) eingeteilt,
sondern Feo Aladag versucht
statt dessen, jedem einzelnen gerecht
zu werden. Der Film zeigt, wie auch der
Vater, die Mutter, die beiden Brüder und
die jüngere Schwester an der Situation
leiden und verzweifeln, wie sie Auswege
suchen, zeitweise wieder ihrer Liebe
zu Umay nachgeben - wie sie letztlich
alle das Beste wollen, aber nicht aus ihrer
Haut können. Damit bietet der Film
eine Innensicht dieser abgeschotteten
Welt, und die Kamera betont ihre Enge
durch eine sehr klaustrophobische Optik.
Natürlich steht im Mittelpunkt von „Die
Fremde“ die virtuose Ausstrahlung von
Hauptdarstellerin Sibel Kekilli, die Jahre
nach „Gegen die Wand“ endlich wieder
eine Rolle spielen darf, die ihrer würdig
ist. Aber auch alle anderen im Ensemble
spielen in jeder Sequenz absolut
glaubwürdig und mit großer Intensität.
Man merkt dem Film die Leidenschaft
an, mit der er gemacht wurde. Und die
Wut – nicht auf diese Menschen, sondern
auf die Verhältnisse, die sie dazu
bringen, das zu töten, was sie lieben.