Ruhr.CSD 2017:
Moonlight

Herausragendes, Oscar-nominiertes US-Drama, das mit einer eindringlichen Charakterstudie den Werdegang eines Jugendlichen in Miami thematisiert.

USA 2016; 111 min.; Regie: Barry Jenkins; mit Mahershala Ali, Naomie Harris, Alex Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Jharrel Jerome, FSK ab 12 Jahren

Montag 31. Juli um 20.15 Uhr im Astra Theater

Radikal in seinem erzählerischen Ansatz, brillant inszeniert und tief berührend: Egal ob „Moonlight“ Ende Februar Oscars gewinnt oder nicht, ein Highlight des Kinojahres ist Barry Jenkins Drama in jedem Fall. programmkino.de

Der Film zeigt in drei Kapiteln jeweils einen besonderen Abschnitt in Chirons (Ashton Sanders, Alex R. Hibbert, Tre’ Rhodes) Leben. Als kleiner Junge wächst er zusammen mit seiner cracksüchtigen Mutter (Naomi Harris) in einem heruntergerkommenen Armenviertel von Miami auf, das von Drogen, Kriminalität und Gewalt geprägt ist. Chiron ist anders als die anderen Jungs und wird wegen seiner sensiblen und feinfühligen Art von seinen Mitschülern erbarmungslos gemobbt. Der Zufall treibt Chiron in die Arme des Drogendealers Juan (Mahershala Ali), der den eingeschüchterten Jungen unter seine Fittiche nimmt. Zum ersten mal fühlt sich Chiron geborgen und verstanden, doch auch diese Welt gibt ihm wenig Zukunftsperspektiven. Als Jugendlicher verliebt sich Chiron das erste Mal und seine Gefühle werden überraschend erwidert. Doch das Schicksal trennt die beiden wieder. Jahre später hat sich Chiron eine neue Existenz in Atlanta aufgebaut und ist genauso wie sein Mentor Juan zu einem “waschechten Kerl” geworden. Mit seinen durchtrainierten Muskeln, den goldenen “Grills” auf den Zähnen und dem harten Gehabe versucht er, sein wahres Ich vor seinem Umfeld zu verbergen. Eines Tages reißt ihn ein Anruf aus seiner neuen Routine und droht, die mühsam aufgebaute Fassade zum Bröckeln zu bringen.

Quelle: Kino.de

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