My Reincarnation

USA/D/ES/CH/I/NL 2010; 102Min.; Regie: Jennifer Fox; Original mit Untertiteln

Montag 13.02 bis Mittwoch 15.02. um 19.00 Uhr in der Galerie Cinema

Der Film im Internet: myreincarnation.wfilm.de/my_reincarnation/Trailer.html


Kinotrailer von Filmtrailer.com

Ungewöhnliche Innenansichten einer „heiligen“ Familie
Chöegyal Namkhai Norbu ist einer der letzten wahren tibetischen Meister, die das Geheimnis der Reinkarnation lehren können. Als er aus Tibet nach Italien geflohen ist, musste er sein Leben von null auf beginnen: Er verliebte sich in eine Italienerin, heiratete und gründete eine kleine Familie. Sein in Italien geborener, inzwischen erwachsener Sohn Yashi könnte in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch er will von all dem nichts wissen - und bedroht damit ungewollt das Erbe seines Vaters und die Fortführung einer der ältesten tibetischen Lehren.

Die Regisseurin Jennifer Fox hatte bereits einige anerkannte Dokumentarfilme gemacht, als sie 1985 in einer Auszeit vom Filmemachen als Sekretärin von Namkhai Norbu Rinpoche mit ihm reiste. Sie filmte aber mit einer kleinen High8-Kamera weiter und so entstand über 20 Jahre das sehr intime Material für diesen Film. Obwohl Fox dem porträtierten Meister sehr nahe steht, ist „My Reincarnation“ keine der distanzlosen Huldigungen geistiger Größen. Aber auch keineswegs eine Demontage eines lieblosen Vaters. Vor allem in dessen Krankheit sieht man beide Seiten, erkennt den in seiner enorm selbstlosen Hilfsbereitschaft für sich selbst hilflosen Menschen, mit sehr menschlichem Zweifel und Unruhe angesichts des Todes. Immer wieder zeigt der Film aber auch mit vielen Weisheiten, dass er von einer guten Schülerin gemacht wurde. Ein, wie seine Figuren, sehr ungewöhnlicher, vielschichtiger, kluger und stimmiger Dokumentarfilm, der weit über die buddhistische Zielgemeinde hinaus reicht.

Quelle: programmkino.de

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